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„Was wir hören – sehen wir“ – Audio-Video Installation – Kunstbunker Bochum 2024

„Was wir hören – sehen wir“ (Stop War)
Interaktive und generative Audio-Video Installation

Kunstbunker Bochum 2024
Brigitte Felician Siebrecht



 

Interaktive und generative Audio-Video Installation
Brigitte Felician Siebrecht
Kunstbunker Bochum 2024

Das Video zeigt Menschen im Bunker. Der Ablauf des Videos wird beinflusst von den jeweiligen Umgebungsgeräuschen – also die der Zuschauer, sowie durch den Ton des Videos selbst.
Geräusche von einschlagenden Geschossen und Bomben reihen sich zufällig und in unterschiedlicher Lautstärke ( nah und fern) aneinander und manipulieren dadurch das Bild des Videos.
Auf einer weiteren Ebene hört man Mozart Konzert Nr 3 des russischen Wunderkindes Elisey Mysin.
Auch dies beeinflusst die Videosequenz.

Wie von Geisterhand erscheint immer wieder das Schild „Stop war“ – wie ein Gedankenunterbrecher, der  aufwecken will, das Chaos der Gleichzeitigkeit zu durchdringen und eine Entscheidung zu treffen.

Was wir hören, das sehen wir.
Alle Dinge erreichen unser Bewusstsein gleichzeitig.
Worauf richten wir den Fokus?
Zerstörung und Meisterwerke erklingen und geschehen im selben Augenblick – es liegt an uns, unsere Aufmerksamkeit und unser Handeln auszurichten.

 

 

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vera ikon – Das wahre Bild [Intervention] | Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund

Intervention "vera ikon" Themenbild

vera ikon
What you see is what you believe (WYSIWYB)
Die Unsicherheitskamera

INTERVENTION
Im Gegenüber zu „Veronika zeigt das „wahre“ Abbild Christi“, Hans von Witten, um 1500

Brigitte Felician Siebrecht, Juli 2021

Austellung: „Gegenüber“
Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund
10.09. – 3.10. 2021

vera ikon - Intervention MKK - Siebrecht

vera ikon ( das wahre Bild)

Die unvoreingenommene Betrachtung (in Abwesenheit jeglicher Vorinformation) ist wesentliche Grundvoraussetzung und Teil der Intervention

Das Live-Abbild der „Veronika“ von Hans von Witten wird mittels einer Überwachungskamera auf einen Fernsehbildschirm übertragen.

INTERPRETATION

Die Veronika zeigt das „wahre“ Bild und wird nun selbst zum „wahren“ Abbild.

Mittels einer Überwachungskamera (= Unsicherheitskamera), die direkt vor dem Objekt installiert ist, wird das Ab-Bild des Objektes (=Gegenüber) auf einen entfernt stehenden Bildschirm übertragen.
Das „Abbild“ ist allerdings kein Live Bild, sondern ein gescriptetes Video.
Es enthält Zusätze und Interpretationen sowie Zufalls- Elemente, die jedoch so inszeniert werden, dass sie nur bei sehr genauer Beobachtung auffallen.

Die virtuelle erschaffene, wiedergegebene Wirklichkeit ist also nur eine Schein-Wirklichkeit.

Die Installation stellt eine klassische Mittelbarkeit (einen Vermittler) her zwischen Bild und Abbild – zwischen Wirklichkeit und Wahrnehmung. Der Fokus richtet sich auf die Frage:
Wieviel Tatsächlichkeit liegt in dem Abbild der Wirklichkeit?

Wieviel des Wahrgenommenen unterliegt Fehlschlüssen aufgrund von Annahmen, die uns zT noch nicht einmal bewusst sind?

KRITISCHE BETRACHTUNG

Wir erleben Wirklichkeit zu einem sehr hohen Anteil digital und mittelbar (Fernsehen, Internet etc).
Der Fake Faktor = die Fälschbarkeit ist sehr hoch!
Meine Wahl fällt auf die 1. Etage – Christliche Kunst im Mittelalter, um einen Bogen zu spannen zu Denk- und Glaubensstrukturen dieser Epoche.

Aberglaube scheint mir in der Gegenwart (Im Digitalen Zeitalter) nicht minder präsent zu sein – jedoch in anderer Form:
Technologie-basierte Phänomene rufen ähnlich unkritische und überbewertende Annahmen beim Betrachten hervorrufen wie seinerzeit religiös behaftete Phänomene.

Immer noch bringen wir Fotos und vor allem Filmmaterial einen grundlegenden Glauben an die Tatsächlichkeit entgegen.
Dies tun wir, obwohl die Manipulierbarkeit digitaler Medien und sogenannter Deep Fakes bekannt sind. 2021 ist jedoch nicht nur die Fotografie, sondern auch das bewegte Live-Bild bis ins letzte Detail manipulierbar.
Letztlich ergibt sich die Erkenntnis, dass unser Glaube (an die Seriosität von Quellen, an die Untrügbarkeit der Wahrnehmung, an das Sosein der Realität, an eine mitgelieferte Interpretation usw.) eine wesentliche Rolle spielt bzgl. dessen, was wir für real halten.

Wir sind es seit Jahrtausenden gewohnt, unserer sinnlichen Wahrnehmung – insbesondere dem, was wir sehen – zu vertrauen. Dennoch geschieht dies immer nur abhängig von dem, was wir der Realität überstülpen mittels unserer bereits vorher getroffenen Annahmen.

In Zeiten dieser digitalen Bildmanipulation erscheint es also beinahe fahrlässig, den Abbildern blindlings zu vertrauen, die uns täglich erreichen.

Ich möchte die Aufmerksamkeit auf den Graben zwischen der Wirklichkeit und der von uns vermeintlich wahrgenommenen Wirklichkeit richten.

Letztlich ist auch heute noch und auch bei nicht-religiösen Menschen, der Aspekt des Glaubens und/oder Glauben-Wollens wesentlich für das, was „wahr“genommen wird.

Glauben wir, was wir sehen oder sehen wir, was wir glauben?
Wer bestimmt, was wir sehen?
Wer bestimmt, was wir glauben

 

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Bewegen in der Grauzone [augmented painting] | Kunstbetrieb / Offene Nordstadt Ateliers, Dortmund 2021

Bewegen in der Grauzone (Augmented Painting) by Brigitte Felician Siebrecht

„Bewegen in der Grauzone“
Augmented Painting
Mischtechnik und Projektion

Die Bewegung in der Grauzone ist geprägt von Unsicherheit
und dem Versuch der Vermeidung
Grenzen sind vorgegeben
jedoch nicht definiert
Letztlich ist der Versuch
sich den Gesetzen der Grauzone gemäß zu bewegen
zum Scheitern verurteilt
Die Grauzone frißt dich auf
Erst der Entschluss
den eigenen Maßgaben zu folgen
macht dich zum Herrscher über die Grauzone.
Aus dem Gefängnis
wird ein Spielplatz.

Ausstellung
4.9. – 3.10.2021 Galerie der kunstbetrieb Dortmund
Offene Nordstadtateliers 2021

Eröffnung
Samstag 4.9.2021

Am 4. und 5. September eröffnen die Galerie kunstbetrieb dortmund im Rahmen der „Offenen Nordstadtateliers 2021“ die neue Ausstellung „grauzone“.
14 Künstler*innen nehmen teil: Ana Maria Avilès Toro, Anke Droste, Almut Rybarsch-Tarry, Anne Jannick, Artur A. Wojtczak, Brigitte Felician Siebrecht, Klaus Pfeiffer, Mathes Schweinberger, Paola Manzur, Susanne Grytzka, Sylvia Reuße, Udo Unkel, Vanessa von Wendt und Yi An Chien.

An dem Wochenende sind die Nordstadtateliers- und Galerien samstags von 15.00 Uhr bis 20.00 Uhr und sonntags von 5. September 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.

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„3 Tore zu Moria“ – Installation – Parkgelände Museum Barendorf 2021

3 Tore zu Moria - Instalallation Brigitte Felician Siebrecht 2021 / Museum Barendorf

3 Tore zu Moria
Installation

Parkgelände Museum Barendorf, Iserlohn 2021
Brigitte Felician Siebrecht

3 Tore zu Moria - Instalallation Brigitte Felician Siebrecht 2021 / Museum Barendorf

Die drei Tore installieren ein Flüchtlingslager inmitten des romantischen Parkgeländes der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf und fügen sich gleichzeitig nahtlos in die Natur ein.
DIe Künstlerin hat realistisch anmutende Szenen in die Originallandschaft hinein montiert.
Moria steht dabei stellvertretend und sinnbildlich für alle Flüchtlingslager.

Der Titel „3 Tore zu Moria“ spielt mit der Assoziation zu Herr der Ringe –  dem Hauch des Fiktiven und Sagenhaften – von unserer Realität ähnlich weit entfernt, wie die Wirklichkeit des Lebens in den Camps.
Zugleich rücken uns die Orte und Menschen aufgrund der realistischen Einettung in das Parkgelände sehr nahe und überschreiten beinahe die Grenze zu unserer Lebenswelt.

Es ist, als sei es plötzlich hier vor unserer Tür, mitten in unserem Park. Als könnten wir einfach durch die Tore hindurch gehen.
Oder wir können verstohlen hindurchblicken und das „was wäre, wenn “ an Stück näher an uns heranlassen …

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talk to me – Interaktive Videoinstallation – Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf 2021

Talk to me - Installation Siebrecht

talk to me
Video Installation

Kunst im Dorf 2021
Sommernacht im Park Live-Project 2021
Museum Barendorf, Iserlohn
Brigitte Felician Siebrecht

Talk to ME - interactie Video Installation - Siebrecht 2021

Die Video-Installation zeigt ein kugelförmiges Wesen, das sich in sich zurückzieht oder Andock-Punkte öffnet. Es pulsiert – in Reaktion auf Umgebungsgeräusche. Eine Kamera, ein Mikrofon beobachten, was geschieht. Du bist Inter.Agent.

The Virus and me
Wie verhältst du dich?
Panik ? Rückzug? Depression? Aggression?

Sprich zu mir!
Alles was zählt, ist deine Antwort.
Deine Fragen!

Beginne, dich zu äußern.
Kommuniziere.
Finde heraus, was das Virus sagt.

Dir sagt.

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Madonna von Barendorf – Videoinstallation – Museum Barendorf 2020

Madonna von Barendorf Siebrecht Insatallation 2020

Madonna von Barendorf
Video Installation

Kunst im Park 2020
Museum Barendorf, Iserlohn
Brigitte Felician Siebrecht,



Die Barendorfer Künstlerin installiert mit der „Madonna von Barendorf“ eine eigene Pilgerstätte in der ehemaligen Gelbgießerei der Historischen Fabrikanlage Barendorf.

Eine Überwachungskamera überträgt das Bild der Madonna auf einen Bildschirm.

Diese Pilgerstätte möchte Sie – ob religiös oder nicht religiös – einladen, ein wenig zu verweilen und sich in das Abbild der Madonna und die Atmosphäre des Raumes zu vertiefen.

Madonna von Barendorf Siebrecht Insatallation 2020HINTERGRUND

Durch die räumliche Trennung von Bild und Abbild stellt die Installation eine Mittelbarkeit her – zwischen Wirklichkeit und Wahrnehmung. Diese offensichtlich inszenierte Verbindung stellt die Selbstverständlichkeit unserer Schlüsse in Frage.

Wir sind es seit Jahrtausenden gewohnt, unserer sinnlichen Wahrnehmung – insbesondere dem, was wir sehen – zu vertrauen.

2020 ist jedoch nicht nur die Fotografie, sondern auch das bewegte Bild bis ins letzte Detail manipulierbar.

In Zeiten dieser digitalen Bildmanipulation erscheint es also beinahe fahrlässig, den Abbildern blindlings zu vertrauen, die uns täglich erreichen.

Brigitte Felician Siebrecht möchte die Aufmerksamkeit auf den Graben zwischen der Wirklichkeit und der von uns vermeintlich wahrgenommenen Wirklichkeit richten.

Unser Glaube spielt letztlich eine zentrale Rolle in Bezug auf das, was wir meinen, wahrzunehmen.

Auch in Zeiten, in denen für viele Religion keine Rolle mehr zu spielen scheint, hat sich daran nichts geändert.

Wieviel von dem, was wir sehen, dürfen wir noch glauben?

Glauben wir, was wir sehen oder sehen wir, was wir glauben?

Wer bestimmt, was wir sehen?

Wer bestimmt, was wir glauben?

MAdonna von Barendorf - Installation - Siebrecht

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watar – Generative Videoinstallation – Museum Barendorf 2016 / 2020 / 2021

watar-live-videoklang-siebrecht-2020-9

wãtar
Die Essenz

Generative (d.h. scriptgesteuerte)
Video-Klang Installation

Brigitte Felician Siebrecht 2016

Aufführungen:

Barendorfer Ateliernacht 2016
Kunst im Park / Sommernacht im Park 2020
Kunst im Park / Sommernacht im Park 2021

Museum Barendorf, Iserlohn



Man kann nie zweimal in denselben Fluss steigen.“

Heraklit

AUSGANGSBASIS
von 2010 bis 2022 hatte ich mein Atelier in dem kleinen Museumsdorf Barendorf  / Iserlohn. Dieser sehr geschichtsträchtige und wunderbar restaurierte Ort lebte von der Arbeit mit Wasser – das Wasserrad zwischen Haus I und Haus H stellte einen zentralen Punkt dar. Das Barendorfer Wasserrad wurde durch Konrad Horsch restauriert, musste dann aber erneut abgebaut werden und hinterließ einen leeren Ort zwischen den beiden Häusern.

Dies hat hat mich zu der Arbeit „watar“ inspiriert. Die Projektion war für den gesamten Raum zwischen den Häusern I und H konzipiert und fand auf einer eigens angefertigten Projektionsleinwand statt.

Mehr Infos zur Geschichte des Historischen Fabrikendorfes Barendorf

VIDEO
Reduktion auf schwarz-weiße, essentielle Grundformen des Wassers / Bewegung und Struktur des Wassers werden in ihren verschiedensten Erscheinungsformen überzeichnet


Die radikalen schwarz-weiß Schwellen richten den Fokus auf die dem Wasser wesentlichen Bewegungen. Sie scheinen zutiefst vertraut und bekannt und ergeben in dieser durch den Zufall verschlungenen Form beinahe ein abstraktes bewegtes Gemälde.

Die Video-Klanginstallation arbeitet mit Videoaufnahmen/Feldaufnahmen verschiedener Wasser sowie mit Klangsamples des Pianos, der Harfe, der akustischen Gitarre und Synthetischen Klängen.

SOUND
Animation und Klang werden von einem Script gesteuert, das ich eigens für diesen Ort geschrieben hat. Das Script ist ein Zufalls-Algoritmus, der Input durch verschiedene Parameter, wie Tempo und Tonart bekommt. Damit erzeugt das Script eine eigene Komposition aus Klängen und Bildern.

Die so erklingende audio-visuelle Wasser-Sinfonie entsteht in jedem Augenblick neu und ist nicht wiederholbar.

watar (etymologisch urgermanisch für Wasser)

Video watar auf Youtube ansehen

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Ein neues Mahnmal auf dem Südfriedhof erinnert an Pogrom-Opfer

Das Kalischer-Mahnmal erinnert auf dem Südfriedhof an die Pogromopfer des Nationalsozialismus. Foto: Rolf Oeser

Gemeinsam mit meinem künstlerischen Partner, dem Bildhauer .KL Pempeit. habe ich zwischen 2014 und 2017 die Konzeption und Realisation des Frankfurter Mahnmals für Sachsenhäuser Progromopfer umgesetzt.

Auf der Webseite gibt es Hintergrund Informationen zum Werk

Hier ein Artikel aus der Zeitschrift:
Evangelische Frankfurt
13.6.2017

Artikel hier lesen

http://evangelischesfrankfurt.de/2017/06/ein-neues-mahnmal-auf-dem-suedfriedhof-erinnert-an-pogrom-opfer/