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TAPES – CODES – SYMBOLE – Ausstellung in Dortmund verlängert!

Die aktuelle AUSSTELLUNG

„Tapes-Codes-Symbole“
im Theater Fletch Bizzel, Dortmund

von Brigitte Felician Siebrecht

wurde verlängert und ist weiterhin zu sehen:

Theater Fletch Bizzel
Humboldtstraße 45
44137 Dortmund

http://www.fletch-bizzel.de/informationen/presse-downloads

 

Öffnungszeiten
Mo -Fr 10 – 18 Uhr
sowie am Wochenende bei Veranstaltungen

 

 

Ausstellungstext

Ausstellung Fletch Bizzl Juli 2017

Tapes, Codes, Symbole

Brigitte Felician Siebrecht

Die Ausstellung zeigt Malerei, Grafik und Drucke aus verschiedenen Serien der im Iserlohner Künstlerdorf Barendorf arbeitenden Künstlerin Brigitte Felician Siebrecht.

 

Tapes

In den abstrakt informellen Malereien wendet sich Siebrecht in immer neuer Weise der Erfassung der Fläche zu. Bildübergreifende gestische Bewegungen verbinden die Tiefenperspektive der Farbe mit einer teils sehr pastosen ‚Oberfläche‘.

In ihren aktuellen meist großformatigen Arbeiten nutzt sie dabei Klebebänder zur grundlegenden Erst-Strukturierung der Leinwand. Siebrecht arbeitet dabei auf dem Boden und bezieht Verkrümmungen und Verbeulungen der Leinwand absichtlich mit in den Prozess ein.

Mit dem Tape gibt sie eine Struktur auf der Leinwand vor, eine Art Stütze.

Diese wird mit Farbspritzern, gespachtelter und gemalter Farbe überarbeitet, so dass oft eine reliefartige Struktur entsteht.

Dass sie die Leinwand nicht nur als reinen Funktionsträger sondern als gestalterischen Teil des Bildes begreift, wird durch die lockere Aufspannung deutlich.

Auch die Malerin selbst steht nicht ruhig an einer Leinwand. Das ein oder andere Mal liegt die Stofffläche auf dem Boden und wird von allen Seiten bearbeitet.

Diese Arbeitsweise erinnert an diejenige des amerikanischen Künstlers Jackson Pollock, der ebenfalls durch Herumschreiten und -laufen seine Körperbewegungen in das Bild mit eintrug und die zu gestaltende Fläche allseitig bearbeitete.

Siebrecht tut dies ebenso durch weit ausladende, gestische Armbewegungen, wie sie beispielsweise der deutsche Informelkünstler Karl Otto Götz ab der Nachkriegszeit mittels seiner Rakeltechnik umsetzte.

(Simone Rikeit, Kunsthistorikerin)

 

Codes

We’re readable

Aus der Serie „We’re readable“ von 2013 stammt ein großformatiger, interaktiv angelegten Druck mit dem Titel „Wieviel von dem, was wir sehen, dürfen wir noch glauben?“

Konzept der Serie ist der Einsatz von QR-Codes als gestalterisches Element. Die Codes sind damit sowohl ornamental zu verstehen als auch gleichzeitig Informationsträger, die bei Einsatz eines QR Code Readers eine weitere Bedeutungsebene des Bildes erschließen.

Hinter den Codes verbergen sich beispielsweise Wikileaks Texte und Links sowie polizeiliche Personenprofile.

Für ihre generativen Audio-Visuellen Arbeiten setzt Siebrecht auch generatives Scripting ein und will die Undurchschaubarkeit der aktuellen Datenerfassung abbilden und die beinahe grenzenlose Manipulierbarkeit digitaler Daten in den Blick den rücken.

Der Betrachter hat die Möglichkeit, mit dem Smartphone und einem Code-Reader die Zeichen abermals zu entschlüsseln und wird auf Sätze stoßen wie: „Internet-Nutzer werden umfassend überwacht“.

We’re readable“ wirft Fragen auf.

Es sind Fragen wie zum Beispiel:

Welche Daten-Spuren hinterlassen wir?

Welche Auswirkungen hat digitaleTransparenz auf uns und die Gesellschaft?

Welchen Bildern, Nachrichten und Informationen können wir glauben?

Wie funktioniert Demokratie, Selbstbestimmung, Freiheit in Zeiten massenhafter Datenspeicherung und Überwachung? “

(Simone Rikeit, Kunsthistorikerin)

 

Where is my Code?

Einige grafische Arbeiten mit dem Titel „Where is my Code?“ greifen das Thema der digitalen Daten in eher philosophischer Weise auf:

Die schwarz weiß gehaltenen Portraits zeigen Gesichter in selbstreflektierender, fragender Haltung. Siebrecht fotografiert die fertigen Zeichnungen und extrahiert den in ihnen verborgenen digitalen Code. Diesen nutzt sie dann in einem weiteren Schritt wiederum als formales Gestaltungselement und druckt ihn über die bereits bestehenden Bilder. Die Bilder enthalten sich damit quasi selbst in verwandelter Weise.

 

Symbole

Die Serie „LAYERS.of.LIFE“ entstand zwischen 2008 und 2013 im Austausch mit der Frankfurter Autorin Beate von Devivere. Der gedankliche Ausgangspunkt ist dabei das Gedicht „delphi – frankfurt – der jugendliche wagenlenker“ von Devivere – die Motive zeigen situative Ausschnitte mit jugendlichen Protagonisten.

Die Arbeiten entstanden in einer Kombination aus Fotografie, Digitaler Komposition und Malerei.

Inhaltlich werden dabei in eher parallel angeordneten Schichten Sinnüberlagerungen angeordnet… Mythologisches im Alltäglichen, funktionale Symbole und Identitäten, modische Religiositäten, Wireframes des Realen, käufliche Identitässtiftungen, bedeutungsvolle Dekoration und Analogie von Widersprüchen…

 

delphi – frankfurt

der jugendliche wagenlenker

die anmutigen kämpfer

sind mitten unter uns

sie lösen die gleiche fahrkarte

sitzen neben uns

in den u-bahnen der metropolen

lenken ihre unsichtbaren wagen

auf dem weg ins freie

siegesgewiss und geschmeidig

halten sie die zügel in der hand

noch immer lädt der parnass sie ein

und sie träumen von dem gipfel

ihr wunderbares in falten gelegtes gewand

eine verschlissene jeans ihre gaben

tragen sie in haltbaren rucksäcken

mit der aufschrift vision

sie schmieden ihre pläne mit einem lächeln

auf ihrem leicht geöffneten mund

schauen sie in ihre zukunft

so anmutig

© Beate von Devivere, 1. Preis Lyrik, deutschsprachiger Literaturwettbewerb Künstlergilde 2007

aktuell|Code-Art|Tape Art|Über die Arbeit von Brigitte Felician Siebrecht|Where is my Code

Simone Rikeit (Kunsthistorikerin) über die Aktuellen Arbeiten von Brigitte Felician Siebrecht

Brigitte Felician Siebrecht „codes und tapes“

(Rede anlässlich der Ausstellungseröffnung im Kunstbetrieb am 06.05.2017)

Unter dem Titel „codes und tapes“ zeigt Brigitte Felician Siebrecht hier im Kunstbetrieb bis zum 2. Juni Arbeiten verschiedener Techniken aus den letzten Jahren.

Die in Frankfurt geborene Malerin und Mediendesignerin verbindet in dieser Ausstellung einen Teil ihrer verschiedenen Ausbildungen und Professionen: so unter anderem ein Studium der „Freien Malerei“ und eine Ausbildung zur Mediendesignerin.

Mit dem 2013 entstandenen querformatigen und interaktiv angelegten Druck „we’re readable“ spielt Siebrecht auf diverse gesellschaftliche und politische Aspekte an, die nach wie vor sehr aktuell sind.

we're readble / Wandbild 2013 Brigitte Felician Siebrecht
we’re readble / Wandbild 2013 Brigitte Felician Siebrecht

Zu sehen sind verschiedene Personengruppen, Demonstranten, ein Mann mit Gasmaske, ein Panzer vor einer zunächst als Ornament wahrnehmbaren Wand. Eine weibliche Figur hält uns mit aufgerissenem Mund die Forderung „We want democracy“ vor Augen. Auf einem aufgeklebten Zettel steht: „Wieviel von dem, was wir sehen, dürfen wir noch glauben?

Es sind Bilder, wie wir sie aus dem Arabischen Frühling oder dem Ukraine-Konflikt kennen, Bilder, die aber ebenso übertragbar sind auf die Ereignisse in der Türkei im letzten Jahr und den vergangenen Wochen.

Bei weiterem Hinsehen wird sichtbar, dass es sich bei den Ornamenten um QR-Codes handelt. Es sind von Siebrecht selbst generierte Codes, sogenannte DataMatrix Codes , hinter denen sich Textfragmente aus Wikileaks, vom Chaos Computer Club oder aus Polizeilichen Personenprofilen verbergen. Der Betrachter hat die Möglichkeit, mit dem Smartphone und einem Code-Reader die Zeichen abermals zu entschlüsseln und wird auf Sätze stoßen wie: „Internet-Nutzer werden umfassend überwacht“.

We’re readable“ wirft Fragen auf.

Es sind Fragen wie zum Beispiel:

Welche Daten-Spuren hinterlassen wir?

Welche Auswirkungen hat digitaleTransparenz auf uns und die Gesellschaft?

Welchen Bildern, Nachrichten und Informationen können wir glauben?

Wie funktioniert Demokratie, Selbstbestimmung, Freiheit in Zeiten massenhafter Datenspeicherung und Überwachung?

Berührt diese Arbeit gesellschaftliche bis hin zu politischen Themen, beschäftigt sich „where is my code?“ auf der gegenüberliegenden Wand eher mit dem Individuum.

Ausgehend von einem Portraitfoto, dies kann ein im Internet gefundenes oder selbstgemachtes Foto sein, verwendet Siebrecht neben dem eigentlichen Bild die Codierung der Bilddatei und legt sie über oder unter die gestalterisch reduzierten und von schwarzen Flächen begleiteten Gesichtsformen.

Es sind Zahlen, Buchstaben und Zeichen. Sie zu verstehen und zu entschlüsseln, gelingt nicht.

Die Künstlerin reproduziert, zerlegt und seziert hier im übertragenen Sinne den Menschen und seine „Codes“ auf unterschiedlichen Ebenen und läßt, wie sie selbst sagt, eine „rekursive Schleife“ entstehen. Bei uns mögen Fragen nach den genetischen oder psychologischen Codes, nach den Innen- und Außenbildern und -wirkungen entstehen.

Untersucht Brigitte Felician Siebrecht hier die gestalterische Qualität von Codes, von Zahlen und Konzeptuellem, Rationalem, maschinell oder mathematisch produzierten Inhalten, stehen bei dem Malereien im vorderen Bereich des Ausstellungsraumes ganz andere Dinge im Vordergrund.

Hier ist es der Körper, die Geste und das Gefühl.

Den Bildern liegt in den meisten Fällen, wie auch bei dem Gemälde „Wimpernschlag“ aus dem letzten Jahr, graues Tapeband zugrunde, mit dem Siebrecht der locker gespannten Leinwandfläche habhaft wird.

Mit dem Tape gibt sie eine Struktur auf der Leinwand vor, eine Art Stütze.

Diese wird mit Farbspritzern, gespachtelter und gemalter Farbe überarbeitet, so dass oft eine reliefartige Struktur entsteht.

Dass sie die Leinwand nicht nur als reinen Funktionsträger sondern als gestalterischen Teil des Bildes begreift, wird durch die lockere Aufspannung deutlich.

Auch die Malerin selbst steht nicht ruhig an einer Leinwand. Das ein oder andere Mal liegt die Stofffläche auf dem Boden und wird von allen Seiten bearbeitet.

Diese Arbeitsweise erinnert an diejenige des amerikanischen Künstlers Jackson Pollock, der ebenfalls durch Herumschreiten und -laufen seine Körperbewegungen in das Bild mit eintrug und die zu gestaltende Fläche allseitig bearbeitete.

Siebrecht tut dies ebenso durch weit ausladende, gestische Armbewegungen, wie sie beispielsweise der deutsche Informelkünstler Karl Otto Götz ab der Nachkriegszeit mittels seiner Rakeltechnik umsetzte.

Aus den verschiedenen gestischen und abstrakten Gemälden mit freien Formen und Farben sticht eines heraus: Es ist ein Bild, das einen abstrahierten Kopf zeigt. Es bildet die formal-thematische Klammer zum hinteren Teil des Ausstellungsraumes und ist gleichzeitig der Hinweis auf eines der Hauptthemen von Brigitte Felician Siebrecht in ihrer Kunst: das Portrait, auch wenn es hier in der Ausstellung seltener vertreten ist.

Ging es bei den Arbeiten im hinteren Teil des Raumes um die künstlerische Qualität von Codes, Zahlen und Zeichen, um das konzeptuelle Arbeiten, geht es hier bei den Malereien um das Gefühl, die Intuition, das mitunter Ungeplante und das Körperliche.

Doch auch hier ist der Betrachter, sind wir eingeladen, aktiv die Bilder zu betrachten. Details aus der Nähe zu sehen und wieder Abstand zu nehmen, um das Ganze zu erfassen.

Brigitte Felician Siebrecht zeigt mit ihrer Ausstellung hier im Kunstbetrieb ihre äußerst mehrschichtige, künstlerische Arbeitsweise.

Im eher wortwörtlichen Sinne mehrschichtig, weil sie abfotografiert, Dateicodes freilegt oder QR-Codes generiert, druckt, Inhalte übereinanderlegt, überklebt, überspachtelt, überspritzt und übermalt.

Im übertragenen Sinne, weil sie mit ihrer Arbeit auf vielschichtige Art und Weise Fragen aufwirft, Denkanstöße gibt, entschlüsselt und verschlüsselt oder uns emotional, intuitiv berührt.

Sie selbst zeigt sich dabei in einer Ganzheitlichkeit, zwischen Ratio, Konzept und zeichenhafter Reduktion einerseits und materieller Fülle, emotionaler Geste und Spontanität andererseits. Pole, in denen wir Betrachter uns spiegelbildlich und rein menschlich sehr leicht wiederfinden können. Eben diese scheinbaren Gegensätze, die nur durch Zulassen zu einer Ganzheitlichkeit führen können, bringt das Gemälde „DAs TAO der Selbstauflösung – Lasse alle Widersprüche in dir zu“ zum Ausdruck.

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Ausstellung „TAPES – CODES – SYMBOLE“, Fletch Bizzel Dortmund

Tapes-Codes-Symbole

AUSSTELLUNG

„Tapes-Codes-Symbole“

Brigitte Felician Siebrecht

1.8.2017 – 30.9.2017

Theater Fletch Bizzel
Humboldtstraße 45
44137 Dortmund
http://www.fletch-bizzel.de/

 

Öffnungszeiten
Mo -Fr 10 – 18 Uhr
sowie am Wochenende bei Veranstaltungen

 

 

Ausstellungstext

Ausstellung Fletch Bizzl Juli 2017

Tapes, Codes, Symbole

Brigitte Felician Siebrecht

Die Ausstellung zeigt Malerei, Grafik und Drucke aus verschiedenen Serien der im Iserlohner Künstlerdorf Barendorf arbeitenden Künstlerin Brigitte Felician Siebrecht.

 

Tapes

In den abstrakt informellen Malereien wendet sich Siebrecht in immer neuer Weise der Erfassung der Fläche zu. Bildübergreifende gestische Bewegungen verbinden die Tiefenperspektive der Farbe mit einer teils sehr pastosen ‚Oberfläche‘.

In ihren aktuellen meist großformatigen Arbeiten nutzt sie dabei Klebebänder zur grundlegenden Erst-Strukturierung der Leinwand. Siebrecht arbeitet dabei auf dem Boden und bezieht Verkrümmungen und Verbeulungen der Leinwand absichtlich mit in den Prozess ein.

Mit dem Tape gibt sie eine Struktur auf der Leinwand vor, eine Art Stütze.

Diese wird mit Farbspritzern, gespachtelter und gemalter Farbe überarbeitet, so dass oft eine reliefartige Struktur entsteht.

Dass sie die Leinwand nicht nur als reinen Funktionsträger sondern als gestalterischen Teil des Bildes begreift, wird durch die lockere Aufspannung deutlich.

Auch die Malerin selbst steht nicht ruhig an einer Leinwand. Das ein oder andere Mal liegt die Stofffläche auf dem Boden und wird von allen Seiten bearbeitet.

Diese Arbeitsweise erinnert an diejenige des amerikanischen Künstlers Jackson Pollock, der ebenfalls durch Herumschreiten und -laufen seine Körperbewegungen in das Bild mit eintrug und die zu gestaltende Fläche allseitig bearbeitete.

Siebrecht tut dies ebenso durch weit ausladende, gestische Armbewegungen, wie sie beispielsweise der deutsche Informelkünstler Karl Otto Götz ab der Nachkriegszeit mittels seiner Rakeltechnik umsetzte.

(Simone Rikeit, Kunsthistorikerin)

 

Codes

We’re readable

Aus der Serie „We’re readable“ von 2013 stammt ein großformatiger, interaktiv angelegten Druck mit dem Titel „Wieviel von dem, was wir sehen, dürfen wir noch glauben?“

Konzept der Serie ist der Einsatz von QR-Codes als gestalterisches Element. Die Codes sind damit sowohl ornamental zu verstehen als auch gleichzeitig Informationsträger, die bei Einsatz eines QR Code Readers eine weitere Bedeutungsebene des Bildes erschließen.

Hinter den Codes verbergen sich beispielsweise Wikileaks Texte und Links sowie polizeiliche Personenprofile.

Für ihre generativen Audio-Visuellen Arbeiten setzt Siebrecht auch generatives Scripting ein und will die Undurchschaubarkeit der aktuellen Datenerfassung abbilden und die beinahe grenzenlose Manipulierbarkeit digitaler Daten in den Blick den rücken.

Der Betrachter hat die Möglichkeit, mit dem Smartphone und einem Code-Reader die Zeichen abermals zu entschlüsseln und wird auf Sätze stoßen wie: „Internet-Nutzer werden umfassend überwacht“.

We’re readable“ wirft Fragen auf.

Es sind Fragen wie zum Beispiel:

Welche Daten-Spuren hinterlassen wir?

Welche Auswirkungen hat digitaleTransparenz auf uns und die Gesellschaft?

Welchen Bildern, Nachrichten und Informationen können wir glauben?

Wie funktioniert Demokratie, Selbstbestimmung, Freiheit in Zeiten massenhafter Datenspeicherung und Überwachung? “

(Simone Rikeit, Kunsthistorikerin)

 

Where is my Code?

Einige grafische Arbeiten mit dem Titel „Where is my Code?“ greifen das Thema der digitalen Daten in eher philosophischer Weise auf:

Die schwarz weiß gehaltenen Portraits zeigen Gesichter in selbstreflektierender, fragender Haltung. Siebrecht fotografiert die fertigen Zeichnungen und extrahiert den in ihnen verborgenen digitalen Code. Diesen nutzt sie dann in einem weiteren Schritt wiederum als formales Gestaltungselement und druckt ihn über die bereits bestehenden Bilder. Die Bilder enthalten sich damit quasi selbst in verwandelter Weise.

 

Symbole

Die Serie „LAYERS.of.LIFE“ entstand zwischen 2008 und 2013 im Austausch mit der Frankfurter Autorin Beate von Devivere. Der gedankliche Ausgangspunkt ist dabei das Gedicht „delphi – frankfurt – der jugendliche wagenlenker“ von Devivere – die Motive zeigen situative Ausschnitte mit jugendlichen Protagonisten.

Die Arbeiten entstanden in einer Kombination aus Fotografie, Digitaler Komposition und Malerei.

Inhaltlich werden dabei in eher parallel angeordneten Schichten Sinnüberlagerungen angeordnet… Mythologisches im Alltäglichen, funktionale Symbole und Identitäten, modische Religiositäten, Wireframes des Realen, käufliche Identitässtiftungen, bedeutungsvolle Dekoration und Analogie von Widersprüchen…

 

delphi – frankfurt

der jugendliche wagenlenker

die anmutigen kämpfer

sind mitten unter uns

sie lösen die gleiche fahrkarte

sitzen neben uns

in den u-bahnen der metropolen

lenken ihre unsichtbaren wagen

auf dem weg ins freie

siegesgewiss und geschmeidig

halten sie die zügel in der hand

noch immer lädt der parnass sie ein

und sie träumen von dem gipfel

ihr wunderbares in falten gelegtes gewand

eine verschlissene jeans ihre gaben

tragen sie in haltbaren rucksäcken

mit der aufschrift vision

sie schmieden ihre pläne mit einem lächeln

auf ihrem leicht geöffneten mund

schauen sie in ihre zukunft

so anmutig

© Beate von Devivere, 1. Preis Lyrik, deutschsprachiger Literaturwettbewerb Künstlergilde 2007

"Skating selbdritt" aus der Serie "Layers:of:Life" von Brigitte Felician Siebrecht

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aktuell|Ausstellung|Code-Art|Generative Art|inner.City|inner(City)|Kunst|Siebrecht && Pempeit|Zwischen den Zeichen

Ausstellung GfW Showroom Iserlohn

dummythumbImpressionen von der Ausstellung im GfW Showroom
Heilig-Geist-Passage / Iserlohn City

 

Gezeigt wird das Projekt Zwischen den Zeichen / between the [Bytes] – eine gemeinsames Projekt des Künstlerduos Siebrecht && Pempeit, für dessen generativen Teil Siebrecht 2007 das Script entwickelte.

 

Während der „contemporary art ruhr“ / Essen Zollverein  2007 wurde die Arbeit mit dem Gerstaecker Publikumspreis ausgezeichnet.

 

Außerdem wird der Trailer des generativen  Video-Audio Projektes ‚inner(City)‘ von Brigitte Felician Siebrecht gezeigt, das derzeit in Iserlohn stattfindet. Iserlohner (und Nicht-Iserlohner, sowie New Yorker und Wuppertaler;) sind aufgerufen, sich mit Fotografien von Iserlohn zu beteiligen.  Der ganz eigene Blick auf die Stadt und seine Orte zählt dabei. Das Video erzeugt sich mittels eines Scripts kontinuierlich selbst während es läuft.

 

 

Das fertige Projekt inner(City) wird während der Barendorfer Ateliernacht am 23./24.August 2014 uraufgeführt.

 

inner(City) von Brigitte Felician Siebrecht wurde erstmals im Vorfeld der Kulturhauptstadt 2010 in Dortmund durchgeführt und unter dem Ausstellungstitel DO.CuMent in der Galerie Camera Obscura, Dortmund gezeigt.

 

Hintergrund Infos zum Projekt „inner(City)“

 

Aktuelles Kunst|Code-Art|Generative Art|interactive art|Kunst

We’re readable / Code Art

we're readable / Code Art / Exhibition Siebrecht && Pempeit 2013

[:de]

we're readable / Code Art / Brigitte Felician Siebrecht
we’re readable / Code Art / Brigitte Felician Siebrecht

 

We’re readable

Code Art

Mit der Einführung digital lesbarer 2-dimensionaler Codes hat sich die Gegenwart eine neue Formsprache gegeben. Lesbar sind diese Codes nur mit dechiffrierenden Programmen. Ohne diese Reader werden die Codes zu reinen Ornamenten.
Die ornamentale Funktion der Codes wurde für die entstandenen Bilder in beinahe traditioneller Weise als ordnende Grundstruktur und verzierendes Gestaltungsprinzip verwendet. In seiner Bedeutsamkeit aber unterscheidet sich diese Art von Ornament von bisherigen Ornamenten. Es kann weder als funktionslos betrachtet werden, noch als symbolisches oder allegorisches Element, da es in sich eine tatsächliche Lesbarkeit besitzt, die sich der menschlichen Wahrnehmung allerdings entzieht.
Mit der Existenz einer codierten Bedeutungsebene muss der vermeintlich bedeutungslose Status des Ornaments also neu bewertet werden.
Umgekehrt muss die unmittelbar erkennbare motivische Ebene des Bildes als Bedeutungsgrundlage in Frage gestellt werden, da sie evtl. nur unvollständig Aufschluss geben kann über den eigentlichen Inhalt des Bildes.

Das als eine Art Tafelbild angelegte Bild wurde aus DataMatrix Codes erstellt. Inhalte dieser Codes stammen zum aus Wikileaks Dokumenten, Polizeilichen Personen Profilen, aus Texten des Chaos Computer Clubs und weiteren Quellen.
Die Ansicht der Arbeit mit einem Code-Reader ermöglicht das Aufschließen einer umfangreichen zweiten Ebene des Bildes.

Brigitte Felician Siebrecht 2013[/symple_tab]

oder auf  VIMEO ansehen[:en]

we're readable / Code Art / Brigitte Felician Siebrecht
we’re readable / Code Art / Brigitte Felician Siebrecht

 

We’re readable

Code Art

Mit der Einführung digital lesbarer 2-dimensionaler Codes hat sich die Gegenwart eine neue Formsprache gegeben. Lesbar sind diese Codes nur mit dechiffrierenden Programmen. Ohne diese Reader werden die Codes zu reinen Ornamenten.
Die ornamentale Funktion der Codes wurde für die entstandenen Bilder in beinahe traditioneller Weise als ordnende Grundstruktur und verzierendes Gestaltungsprinzip verwendet. In seiner Bedeutsamkeit aber unterscheidet sich diese Art von Ornament von bisherigen Ornamenten. Es kann weder als funktionslos betrachtet werden, noch als symbolisches oder allegorisches Element, da es in sich eine tatsächliche Lesbarkeit besitzt, die sich der menschlichen Wahrnehmung allerdings entzieht.
Mit der Existenz einer codierten Bedeutungsebene muss der vermeintlich bedeutungslose Status des Ornaments also neu bewertet werden.
Umgekehrt muss die unmittelbar erkennbare motivische Ebene des Bildes als Bedeutungsgrundlage in Frage gestellt werden, da sie evtl. nur unvollständig Aufschluss geben kann über den eigentlichen Inhalt des Bildes.

Das als eine Art Tafelbild angelegte Bild wurde aus DataMatrix Codes erstellt. Inhalte dieser Codes stammen zum aus Wikileaks Dokumenten, Polizeilichen Personen Profilen, aus Texten des Chaos Computer Clubs und weiteren Quellen.
Die Ansicht der Arbeit mit einem Code-Reader ermöglicht das Aufschließen einer umfangreichen zweiten Ebene des Bildes.

Brigitte Felician Siebrecht 2013[/symple_tab]

oder auf  VIMEO ansehen[:]

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Where is my Code?

Mischtechnik Print, Zeichnung, Malerei

Zunächst lege ich Portraits als chaotisches abstraktes Muster an und überarbeite dieses mit zusammenfassenden flächigen und gestischen Elementen.

Zuletzt überducke ich das fertige Bild mit Lyrischen Text Elementen, die Bezug nehmen auf den inhaltlichen Ausdruck.

Und integriere damit die Geschichte des Bildes in zweifacher Weise….

Aus der Serie "Where is my Code" Brigitte Felician SIebrecht
Aus der Serie "Where is my Code" Brigitte Felician SIebrecht

„Where is my Code“
Brigitte Felician Siebrecht

Where is my Code - ROT13 truthcrypt Brigitte Felician Siebrecht
Where is my Code - ROT13 truthcrypt Brigitte Felician Siebrecht

Where is my Code – ROT13 truthcrypt
Brigitte Felician Siebrecht

Where is my Code - to see with eyes closed (Cassandra) Brigitte Felician Siebrecht
Where is my Code - to see with eyes closed (Cassandra) Brigitte Felician Siebrecht

Where is my Code – to see with eyes closed (Cassandra)
Brigitte Felician Siebrecht

Aus der Serie "Where is my Code" von Brigitte Felician Siebrecht
Aus der Serie "Where is my Code"

Where is my Code – mirroring
Brigitte Felician Siebrecht

Aus der Serie "Where is my Code" von Brigitte Felician Siebrecht
Aus der Serie "Where is my Code"

Where is my Code – Die blaue Blume im Angsicht des Mannes
Brigitte Felician Siebrecht