Wanna eat an alien?
von Brigitte Felician Siebrecht 2014
Beinahe tägliche Übung…
Mit EINER Linie erfassen – das Gesicht, die Bewegung, den Ausdruck, die Haltung…
So wenig Linien wie möglich und so viel Linien wie nötig …
[:de]
Code Art
Mit der Einführung digital lesbarer 2-dimensionaler Codes hat sich die Gegenwart eine neue Formsprache gegeben. Lesbar sind diese Codes nur mit dechiffrierenden Programmen. Ohne diese Reader werden die Codes zu reinen Ornamenten.
Die ornamentale Funktion der Codes wurde für die entstandenen Bilder in beinahe traditioneller Weise als ordnende Grundstruktur und verzierendes Gestaltungsprinzip verwendet. In seiner Bedeutsamkeit aber unterscheidet sich diese Art von Ornament von bisherigen Ornamenten. Es kann weder als funktionslos betrachtet werden, noch als symbolisches oder allegorisches Element, da es in sich eine tatsächliche Lesbarkeit besitzt, die sich der menschlichen Wahrnehmung allerdings entzieht.
Mit der Existenz einer codierten Bedeutungsebene muss der vermeintlich bedeutungslose Status des Ornaments also neu bewertet werden.
Umgekehrt muss die unmittelbar erkennbare motivische Ebene des Bildes als Bedeutungsgrundlage in Frage gestellt werden, da sie evtl. nur unvollständig Aufschluss geben kann über den eigentlichen Inhalt des Bildes.
Das als eine Art Tafelbild angelegte Bild wurde aus DataMatrix Codes erstellt. Inhalte dieser Codes stammen zum aus Wikileaks Dokumenten, Polizeilichen Personen Profilen, aus Texten des Chaos Computer Clubs und weiteren Quellen.
Die Ansicht der Arbeit mit einem Code-Reader ermöglicht das Aufschließen einer umfangreichen zweiten Ebene des Bildes.
Brigitte Felician Siebrecht 2013[/symple_tab]
oder auf VIMEO ansehen[:en]
Code Art
Mit der Einführung digital lesbarer 2-dimensionaler Codes hat sich die Gegenwart eine neue Formsprache gegeben. Lesbar sind diese Codes nur mit dechiffrierenden Programmen. Ohne diese Reader werden die Codes zu reinen Ornamenten.
Die ornamentale Funktion der Codes wurde für die entstandenen Bilder in beinahe traditioneller Weise als ordnende Grundstruktur und verzierendes Gestaltungsprinzip verwendet. In seiner Bedeutsamkeit aber unterscheidet sich diese Art von Ornament von bisherigen Ornamenten. Es kann weder als funktionslos betrachtet werden, noch als symbolisches oder allegorisches Element, da es in sich eine tatsächliche Lesbarkeit besitzt, die sich der menschlichen Wahrnehmung allerdings entzieht.
Mit der Existenz einer codierten Bedeutungsebene muss der vermeintlich bedeutungslose Status des Ornaments also neu bewertet werden.
Umgekehrt muss die unmittelbar erkennbare motivische Ebene des Bildes als Bedeutungsgrundlage in Frage gestellt werden, da sie evtl. nur unvollständig Aufschluss geben kann über den eigentlichen Inhalt des Bildes.
Das als eine Art Tafelbild angelegte Bild wurde aus DataMatrix Codes erstellt. Inhalte dieser Codes stammen zum aus Wikileaks Dokumenten, Polizeilichen Personen Profilen, aus Texten des Chaos Computer Clubs und weiteren Quellen.
Die Ansicht der Arbeit mit einem Code-Reader ermöglicht das Aufschließen einer umfangreichen zweiten Ebene des Bildes.
Brigitte Felician Siebrecht 2013[/symple_tab]
oder auf VIMEO ansehen[:]
Mischtechnik Print, Zeichnung, Malerei
Zunächst lege ich Portraits als chaotisches abstraktes Muster an und überarbeite dieses mit zusammenfassenden flächigen und gestischen Elementen.
Zuletzt überducke ich das fertige Bild mit Lyrischen Text Elementen, die Bezug nehmen auf den inhaltlichen Ausdruck.
Und integriere damit die Geschichte des Bildes in zweifacher Weise….
„Where is my Code“
Brigitte Felician Siebrecht
Where is my Code – ROT13 truthcrypt
Brigitte Felician Siebrecht
Where is my Code – to see with eyes closed (Cassandra)
Brigitte Felician Siebrecht
Allgemeines
Das generative Script arbeitet mit einer variablen Anzahl an Portraits.
In regelmäßigen Abständen wird aus der Gesamtheit ein neues Bild erzeugt, in welchem auf Pixelebene Elemente aller zugrundeliegenden Gesichter vorhanden sind.
Ich habe das Script mit einem Zufalls-Algoritmus ausgestattet.
Jeder Pixel wird dabei einzeln aus dem vorhandenen Pool ausgewählt.
Grundlegend ist für mich die Idee, eine digitale Allegorie erzeugen:
Die millionfache Möglichkeit der Bildung unseres individuellen genetischen Codes wird abgebildet durch die millionenfache Anzahl an Pixeln und deren theoretischer Möglichkeit der Neu Konstruktion.
Die theoretischen Möglichkeiten der Varianten werden bestimmt durch die Größe der Ursprungsportraits (Details) sowie durch die Anzahl der beteiligten Personen und gehen ins Millionenfache.
Realisation
Das Projekt wurde bereits mehrfach in unterschiedlichen Szenarien installiert.
Das heißt eine jeweils spezielle Auswahl oder Gruppe von Menschen wird miteinander verwoben.
Im Allgemeinen ist beobachtbar, dass eine höhere Anzahl vonTeilnehmern ein immer harmonischer werdendes Gesamtbild erzeugt.
Teilweise scheint sich sogar ein Wesentliches der Gruppe herauszubilden.
Individuelle Eigenheiten werden reduziert, dafür entsteht eine Art durchschnittliche Schönheit.
I visited a group of ‚handicapped‘ artists …
The group of about 30 artists works together since years in a small studio. The plan was to make an exhibition together with a couple of other artists…
Although it was not part of the initial concept I made portraits of the group during my visits.
Revising my work afterwards I found out that the persons I portrayed all had very intense physiognomical expression and facial features because of their ‚handicap‘.
Because of juristical coherences it was not possible to use the original portrait-photographies for an exhibition. But I had the idea to make them part of an allegorical visualization that also could reflect some of the thoughts that concerned me.
I edited the portraits reducing colours and contrasts as much as possible to get even closer to the main characteristics of the individual faces.
Next I wrote a Video script that divided the digital portrait files into an immense pool of single pixels and digital informations. In this manner each photography was disassembled into millions of unsorted pixels.
As a next step I installed the possibility within the script to build a new picture using random algorithms. Each pixelposition is defined randomly by obtaining the pixel at the defined position of one of the 30 portraits. In that way the generated new portrait calculatory contains informations of all 30 portraits!
The script now produces a new random face every 10 seconds and gives rise to an animation.
Because of the high quantity of pixel positions this is a nearly endless process as you can caculate by mathematical probability.
The result was fascinating!
Because of the millions of single points the created new image had a very special, almost lyrical impression that evokes the association of a drawing.
Contrary to my speculation the new faces were less characteristical but more harmonic.
Still if you watch the animation for a longer time you will believe to recognize individuals, characteristics and personalities even if you don’t know the original persons.
On the other hand if you know the involved persons you will be reminded somehow to each of them in each generated new face althought they’re completely different.
It’s a very strange impression.
I found out that the more faces I mixed together the more arbitrary they seemed to become.
The video is generative. That means it generates itself by algorithms during run time. The pictures created are not repeatable and the possible alternatives are nearly infinite. Using a resolution of 1440 x 1080 pixels there are 1.555.200 pixels in total. Each of them can be casted by 30 different possibilities.
Allegories and Beauty
The main thoughts I had starting this projects dealed with questions of genetical coincidence and variety as well as with the social idea of inclusion.
The uncountable number of pixels of the digital portraits are kind of allegorical to me to the millions of genetical informations that lead to our individual appearance and possiblities.
The visualisation began to improve this allegorical meaning: Diversity and inclusion of as many as possible varieties seem to lead to an impression of harmony, balance and beauty.
The impression of beauty especially is created by an impression of harmonical balance and formal evenness.
Immediately apparent characteristics and uneven peculiarities disturb the perception and create the sentiment of non-beauty.
Weitere Versionen:
inner(City).Dortmund CUT from B.F.Siebrecht on Vimeo.
inner(City)
ist die sprachlich nicht greifbare „Essenz“ der Stadt.Mittels eine speziellen Zufalls Scriptes werden Fotografien und Audio-Feldaufnahmen zu einem impressionistisch verfremdeten Video zusammengeschnitten. Dies geschieht während das Video läuft. Die Bilder sind also nicht wiederholbar. Das Video produziert sich ununterbrochen neu. Ähnlich wie Erinnerungen und Träume sind die Bilder verwoben und werden nie greifbar. Die nicht Greifbarkeit verdeutlicht dabei in seiner Wirkung auf das Unbewusste den speziellen Charakter / die Essenz des Ortes.
inner(City)
wurde erstmals im Vorfeld der Kulturhauptstadt 2010 in Dortmund durchgeführt und unter dem Ausstellungstitel DO.CuMent in der Galerie Camera Obscura gezeigt.
2014 findet inner(City) in Iserlohn statt.
Gestern kam ich zu einem uralten Haus
in einem völlig abseits gelegenen Tal
das man eigentlich nur zu Fuß erreichen kann
unerwartet
inmitten eines wilden blühenden Gartens
der sich bis hinunter in unzugängliche Gebiete unten am Bach ausstreckte –
voller Farne, Wildblumen, Kräuter, Linden, Birken
der Nebel stieg gerade auf nach dem letzten Regen
Dort traf ich eine uralte Frau – vielleicht auch weniger alt
mit hellblauen Augen
die irgendwie verwandt schien,
so als käme sie geradewegs aus der Frühzeit
Im Haus
ein kühler Raum
Natursteine
in der Mitte die Küche
lief sie geschäftig hin und her
und erzählte dies und das –
beinah alles, was es zu wissen gab
über ihre ganze Welt
während ich den Duft von Liebstöckel, Rosmarin und wer weiß was tief einatmete
zwischen all den zum Trocknen aufgehängten Kräutern umherschaute
hinaus durch die winzigen uralten Fenster
und überall nur Grün sah,
das zum Fenster herein zu drängen schien
und staunte und murmelte .. alles so grün..
und während sie herrlich duftendes Gemüse mit Tomaten in der Pfanne briet,
schaute sie mich lächelnd an und sagte ganz und gar unvermutet:
Wussten Sie eigentlich, dass die Welt gelb ist?
Und ich musste gar nicht antworten.
Denn eben das –
so erschien es mir –
hatte ich bereits seit jehre gewusst.