März, 2022
Am 4. und 5. September eröffnet der kunstbetrieb im Rahmen der „Offenen Nordstadtateliers 2021“ seine neue Ausstellung „grauzone“.
Begrüßung
Bettina Kiwitt
Leiterin Unternehmenskommunikation BIG direkt gesund
Einführung
Irmhild Koeniger-Rosenlecher 1. Vorsitzende WKD
Prof. Dr. Karin Stempel für die Künstlergruppe AnDer
Öffnungszeiten
bitte erfragen
Eintritt frei
Big gallery in der BIG direkt gesund
Rheinische Straße 1
44137 Dortmund

Die drei Tore installieren ein Flüchtlingslager inmitten des romantischen Parkgeländes der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf und fügen sich gleichzeitig nahtlos in die Natur ein.
DIe Künstlerin hat realistisch anmutende Szenen in die Originallandschaft hinein montiert.
Moria steht dabei stellvertretend und sinnbildlich für alle Flüchtlingslager.
Der Titel „3 Tore zu Moria“ spielt mit der Assoziation zu Herr der Ringe – dem Hauch des Fiktiven und Sagenhaften – von unserer Realität ähnlich weit entfernt, wie die Wirklichkeit des Lebens in den Camps.
Zugleich rücken uns die Orte und Menschen aufgrund der realistischen Einettung in das Parkgelände sehr nahe und überschreiten beinahe die Grenze zu unserer Lebenswelt.
Es ist, als sei es plötzlich hier vor unserer Tür, mitten in unserem Park. Als könnten wir einfach durch die Tore hindurch gehen.
Oder wir können verstohlen hindurchblicken und das „was wäre, wenn “ an Stück näher an uns heranlassen …

Die Video-Installation zeigt ein kugelförmiges Wesen, das sich in sich zurückzieht oder Andock-Punkte öffnet. Es pulsiert – in Reaktion auf Umgebungsgeräusche. Eine Kamera, ein Mikrofon beobachten, was geschieht. Du bist Inter.Agent.
The Virus and me
Wie verhältst du dich?
Panik ? Rückzug? Depression? Aggression?
Sprich zu mir!
Alles was zählt, ist deine Antwort.
Deine Fragen!
Beginne, dich zu äußern.
Kommuniziere.
Finde heraus, was das Virus sagt.
Dir sagt.
Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf (Außenbereich)
INFO
In Corona-Zeiten ist Kunstgenuss in geschlossenen Räumlichkeiten schwierig, und im Sommer streben wir in die Natur. Daher bringen wir die Kunst ins Freie – zu sehen im Außenbereich und im Garten der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf. Die Künstler*innen des Dorfes zeigen ihre Werke einmal außerhalb der Ateliers und liefern ungewöhnliche und erstaunliche Blickwinkel und Sichtweisen in das Künstler- und Museumsdorf!
Eintritt jederzeit und frei !
Eine malerische Landschafts Intervention
Parkgelände Museum Barendorf, Iserlohn 2021
Brigitte Felician Siebrech
Die Barendorfer Künstlerin installiert mit der „Madonna von Barendorf“ eine eigene Pilgerstätte in der ehemaligen Gelbgießerei der Historischen Fabrikanlage Barendorf.
Eine Überwachungskamera überträgt das Bild der Madonna auf einen Bildschirm.
Diese Pilgerstätte möchte Sie – ob religiös oder nicht religiös – einladen, ein wenig zu verweilen und sich in das Abbild der Madonna und die Atmosphäre des Raumes zu vertiefen.
HINTERGRUND
Durch die räumliche Trennung von Bild und Abbild stellt die Installation eine Mittelbarkeit her – zwischen Wirklichkeit und Wahrnehmung. Diese offensichtlich inszenierte Verbindung stellt die Selbstverständlichkeit unserer Schlüsse in Frage.
Wir sind es seit Jahrtausenden gewohnt, unserer sinnlichen Wahrnehmung – insbesondere dem, was wir sehen – zu vertrauen.
2020 ist jedoch nicht nur die Fotografie, sondern auch das bewegte Bild bis ins letzte Detail manipulierbar.
In Zeiten dieser digitalen Bildmanipulation erscheint es also beinahe fahrlässig, den Abbildern blindlings zu vertrauen, die uns täglich erreichen.
Brigitte Felician Siebrecht möchte die Aufmerksamkeit auf den Graben zwischen der Wirklichkeit und der von uns vermeintlich wahrgenommenen Wirklichkeit richten.
Unser Glaube spielt letztlich eine zentrale Rolle in Bezug auf das, was wir meinen, wahrzunehmen.
Auch in Zeiten, in denen für viele Religion keine Rolle mehr zu spielen scheint, hat sich daran nichts geändert.
Wieviel von dem, was wir sehen, dürfen wir noch glauben?
Glauben wir, was wir sehen oder sehen wir, was wir glauben?
Wer bestimmt, was wir sehen?
Wer bestimmt, was wir glauben?

Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf (Außenbereich)
Für die Veranstaltung am 7.8.2020 benötigen Sie ein Ticket. Kosten 5€
https://tickettune.com/waldstadtsommer/veranstaltungen/60/sommernacht-im-park
INFO
In Corona-Zeiten ist Kunstgenuss in geschlossenen Räumlichkeiten schwierig, und im Sommer streben wir in die Natur. Daher bringen wir die Kunst ins Freie – zu sehen im Außenbereich und im Garten der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf. Die Künstler*innen des Dorfes zeigen ihre Werke einmal außerhalb der Ateliers und liefern ungewöhnliche und erstaunliche Blickwinkel und Sichtweisen in das Künstler- und Museumsdorf!
DIE KÜNSTLER
Die Arbeiten der Malerin und New Media Künstlerin Brigitte Felician Siebrecht spielen nicht nur mit den Grenzen zwischen Fotografie, Malerei und Digital Imaging, sondern auch zwischen Natur, Digitaltechnik und Realtität. Die drei Werke aus der Serie „Seems like Trees“ fügen sich harmonisch in die Gartenlandschaft rund um die Fabrikanlage ein, und stellen gleichzeitig eine Abstraktion der Naturidylle dar.
Mit ihrer aktuellsten Arbeit „Fake News (Virus)“ nimmt sie Bezug auf die Corona-Pandemie und geht der Frage nach der Macht von Information und ihrer Auswirkung auf unsere Wahrnehmung nach. Durch eine Art ornamentaler Codierung wird das Bild über Smart Phones erkennbar.
Der Fotograf Gisbert Körner richtet seinen Blick auf das scheinbar Unauffällige und die kleinen Dinge, die beim Gang durch die Stadt zu sehen sind. Seine insgesamt vier großformatigen fotografischen Werke nutzen das stilbildende Fachwerk des Dorfes als Ausstellungsfläche. Zwei der Fotografien sind Wand-Raum-Abstraktionen, in denen Ausschnitte von Szenen eine neue formal-künsterische Ordnung erhalten. Die beiden anderen Fotografien zeigen die polnische Künstlerin Kaja Renkas aus der Partnerstadt Chorzów. In den Porträts, die Gisbert Körner während des Kunstaustausch-Projekts anfertigte, werden einmal nicht ihre Arbeiten, sondern die Grafik-Künstlerin selbst zum Kunstwerk.
Drei mediale Arbeiten von Brigitte Felician Siebrecht und Michael Strauss sind in den Fenstern der Gelbgießerei zu sehen: Michael Strauss zeigt seine Installation „Omas Kasten“ sowie „Spaziergang durchs Dorf“ – ein Rundgang durch das Barendorf mit neuen Einblicken und Perspektiven.
Brigitte Felician Siebrecht gibt mit ihrer Installation „Die Madonna von Barendorf (Die UnSicherheits Cam) dem Barendorf eine eigene Pilgerstätte – auch hier geht es um das Thema der Verlässlichkeit von Wahrnehmung.
Die Arbeiten führen sich nahtlos in den bestehenden Skulpturengarten ein, in dem sich bereits die Holzobjekte des Barendorfer Künstlers Konrad Horsch mit ihrem Pilzbefall und Mossbewuchs der natürlichen Umgebung schrittweise (wieder) anpassen. Den Bogen vom natürlichen Holzobjekt über das künstlerische Schaffen zum industriellen Fertigungsort Barendorf spannen seine überdimendionalen Öhrnadeln. Während der „Sommernacht im Park“ sind zudem seine Partner der Galerie ZWEIPUNKTDREI, Angela Boeckmann und Hennik Gausling, zu Gast in Barendorf.
Für eine Nacht erhält die Fabrikanlage eines ihrer alten Wasserräder zurück – zumindest virtuell. In einer Ton und Bild-Installation lässt der Videokünstler Michael Strauss wieder ein historisches Rad seine Runden drehen, angetrieben von der Wasserkraft. Das „virtuelle Wasserrad“ ist nur während der Veranstaltung „Sommernacht im Park“ am 7. August zu sehen.
Das Wasser ist ebenfalls Thema in der audio-visuellen Installation „watar – die essenz“ von Brigitte Felician Siebrecht. Hier entstehen audio-visuelle Kompositionen mittels eines von der Künstlerin geschriebenen Zufalls-Algoritmus‘.
SOMMERNACHT IM PARK
https://www.iserlohn.de/stadtmarketing-tourismus/projekte/projekte-stadtmarketing/waldstadtsommer/veranstaltungen/sommernacht-im-park/
Nur während der Veranstaltung „Sommernacht im Park“ am 7. August sind die Werke in der Dunkelheit beleuchtet.
Die Ausstellung entstand als Ersatz zur ausgefallenen Ateliernacht in Zusammenarbeit zwischen den Städtischen Museen Iserlohn und den Barendorfer Künstler*innen und ist bei freiem Eintritt jederzeit im Außenbereich der Fabrikanlage zu sehen.
Generative (d.h. scriptgesteuerte)
Video-Klang Installation
Brigitte Felician Siebrecht 2016
„Man kann nie zweimal in denselben Fluss steigen.“
Heraklit
AUSGANGSBASIS
von 2010 bis 2022 hatte ich mein Atelier in dem kleinen Museumsdorf Barendorf / Iserlohn. Dieser sehr geschichtsträchtige und wunderbar restaurierte Ort lebte von der Arbeit mit Wasser – das Wasserrad zwischen Haus I und Haus H stellte einen zentralen Punkt dar. Das Barendorfer Wasserrad wurde durch Konrad Horsch restauriert, musste dann aber erneut abgebaut werden und hinterließ einen leeren Ort zwischen den beiden Häusern.
Dies hat hat mich zu der Arbeit „watar“ inspiriert. Die Projektion war für den gesamten Raum zwischen den Häusern I und H konzipiert und fand auf einer eigens angefertigten Projektionsleinwand statt.
Mehr Infos zur Geschichte des Historischen Fabrikendorfes Barendorf
VIDEO
Reduktion auf schwarz-weiße, essentielle Grundformen des Wassers / Bewegung und Struktur des Wassers werden in ihren verschiedensten Erscheinungsformen überzeichnet
Die radikalen schwarz-weiß Schwellen richten den Fokus auf die dem Wasser wesentlichen Bewegungen. Sie scheinen zutiefst vertraut und bekannt und ergeben in dieser durch den Zufall verschlungenen Form beinahe ein abstraktes bewegtes Gemälde.
Die Video-Klanginstallation arbeitet mit Videoaufnahmen/Feldaufnahmen verschiedener Wasser sowie mit Klangsamples des Pianos, der Harfe, der akustischen Gitarre und Synthetischen Klängen.
SOUND
Animation und Klang werden von einem Script gesteuert, das ich eigens für diesen Ort geschrieben hat. Das Script ist ein Zufalls-Algoritmus, der Input durch verschiedene Parameter, wie Tempo und Tonart bekommt. Damit erzeugt das Script eine eigene Komposition aus Klängen und Bildern.
Die so erklingende audio-visuelle Wasser-Sinfonie entsteht in jedem Augenblick neu und ist nicht wiederholbar.
watar (etymologisch urgermanisch für Wasser)