„Where are you“ @ Felician Siebenstärn

Two Nights sleepless at the Studio – und das kam dabei raus …

Where Are you
Felician Siebenstärn

 

where are you by Felician Siebenstärn

you asked me
if I believe
that you could make
yourself believe
that you’re lucky
if you try enough
if I believe
that you could make
yourself believe
that you’re lucky
if you try enough

ventura& siebenstaern concerts

Aktuelle Konzert Daten

8. August 2015, 20 Uhr
Kunst & Musik Café, Lüdenscheid (Ventura & Siebenstärn)

22. August 2015, 21:30 Uhr
Ateliernacht Barendorf, Iserlohn (Pessoa)

27. September 2015, 12:30 Uhr
Hemeraner Herbsttage, JUK Hemer (Pessoa)

02. Oktober 2015, 19 Uhr
artis, Schalksmühle (Ventura & Siebenstärn)

09. Oktober 2015, 20 Uhr
Rick’s Cafe, Mühlheim (Siebenstärn support Michael Fries)

14. November 2015
Gewerbehof Stockerau (Au) (Ventura & Siebenstärn)

22. November 2015, 18 Uhr
‚Stadtschatten‘, Plettenberg (Pessoa)

11. Dezember 2015, 21 Uhr
Schlegels, Dortmund (Pessoa)

brachial forming (c) brigitte felician siebrecht

Brachial painting

Aus der Flasche kommt Material mit Färbung
Wann wirkt Farbe als Farbe nicht mehr als Material?
Wann beginne ich Bild zu sehen anstelle von Farbmaterial?
Wann sind Strukturen Teil der Aussage und nicht mehr Teil des Materials?

[flagallery gid=3]

tothewoods-3 by brigitte felician siebrecht

to the woods | gruen

Serie
to the woods | grün

 

 

Fotografie / stills from generative script
Aluminium bzw Acryl | limited edition
© brigitte felician siebrecht 2015
Anfrage

Flaches, monochromes Grün wirkt unnatürlich – eigentlich ‚ungrün‘
Licht und Schatten gehören auf bestimmte Weise dazu
und werden auf Grün besonders deutlich
bilden Bewegung
bleiben aber wie äußerlich – haften an der Oberfläche

Ist GRÜN eigentlich das ‚tote Bild des Lebens‘ ???
😉

 

Quelle: http://www.colorsystem.com

„Das Grün ist wie eine dicke, sehr gesunde, unbeweglich liegende Kuh, die nur zum Wiederkäuen fähig mit blöden, stumpfen Augen die Welt betrachtet.“
(Kandinsky 1952)

Leiden des Lichts

Vor Jahren war ich so wütend über das nicht Gelingen in meiner Malerei, dass ich mein letztes Bild einfach schwarz übermalte.
Jetzt ist es das erste Bild einer neuen Serie, die ich unter den Titel „Leiden des Lichts*“ fassen will…
(welch Zufall, dass es zeitgleich eine Sonnenfinsternis gab …)

Leiden des Lichts by Siebrecht
Leiden des Lichts by Siebrecht

Ich arbeite im umgekehrten Prozess:
Aus dem Schwarz werden in Andeutungen Farbe und Sichtbares herausgeholt…
Diese Umkehrung in der Haltung zur Farbe erzeugt eine Besinnung und reduziert Expression!
Schon zu Beginn der Arbeit stelle ich fest, dass zwischen Schwarz und Schwarz ein weites Feld liegt.

Offenes Atelier an diesem Wochenende 21./22.März in Barendorf
Sa und So jeweils von 11 – 18 Uhr

* „Farben sind Taten und Leiden des Lichts“ – Natürlich hat Goethe diesen grandiosen Ausdruck erfunden…
Hier ein bisschen mehr dazu, für die, die es interessiert….

ich verbleibe

Ich verbleibe
Sprachlos
Ohne Antwort
undurchdringlich
zur Endgültigkeit erstarrt
die Lichtung
vor einem Wimpernschlag
noch mondbeschienen

Ich verbleibe
Vom tobenden Sturm zerschüttelt
Reglos
ausgehärtetes schwarzes Glas
vor einem Wimpernschlag
noch ein Sternschnuppen übersätes Firmament

Ich verbleibe
Außenhülle unsichtbar
Mit dem leeren Fenster das in mir gähnt
vor einem Wimpernschlag
der weite Blick auf ein blaugrünes Meer

Ich verbleibe
Abseits
Abwesend

Vergessen
von mir selbst

Dort
vor einem Wimpernschlag
ein Berühren
vor einem Wimpernschlag
Das Glück ohne Namen

 

poem (c) by brigitte felician siebrecht 2015

Aussenhaut

Hast du geahnt,

dass sie eines Tages kommen
Und rütteln und zerren
Und an deiner Außenhaut reißen
Und sprechen
„So kann man nicht sein!“
Verachtung dir auf den Leib brennen
Mit ihren Realitäts-Monokeln
rufen
„So kann man nicht sein!“
Hast du geahnt
Dass sie eines Tages kommen
nicht nur an der Tür klopfen
sondern in deinem Bett liegen
mit dir am Tisch sitzen
Mit ihren Realitäts-Monokeln
und verzweifelt schreien:
„So kann man nicht sein!“

(c) brigitte felician siebrecht 2015

(hier & ) dort die kunst

In der bitterlichen Einöde
der zu unansehnlicher Form
geronnen Banalität
Wo man mit letzter Kraft
kauernd standhält
Gegen das alles dem Erdboden gleichmachende
Finale der Belanglosigkeit
Dort Stirbt die Kunst
Hinein in die unbeschriebene Leere
Und das Entleerte bleibt
Als hätte es niemals
ein Etwas gegeben
Als wäre da niemals
ein Sehen oder Hören gewesen
Als hätte man niemals
ein Rauschen vernommen
In keinem Ding
Das es niemals gab
Und dann
Aus der vollständigen Entwerdung
Aus dem Unmaß
der sich selbst im Wahn umstülpenden Leere
steigt sie doch wieder empor ….
Nicht mehr faszinierend…
Nicht mehr ermutigend….
Nicht mehr erstrebenswert …
Dafür aber Splitter Faser nackt …
Wie grausam!
Wie bitter!
Wie alt bekannt.
Und Sie spricht
Mit siegesglänzenden Augen
Unwiderstehlich
Und mit der donnernden Stimme
eines Gottes
In mein Mark Und Bein:
‘Lauf weiter, Sklave!’

 

(c) brigitte felician siebrecht 2015

Atem ohne Wald

 Als ich meine Seele fragte, was die Ewigkeit mit den Wünschen macht, die wir sammelten, da erwiderte sie: Ich bin die Ewigkeit! 

Khalil Gibran

 

 

atem ohne wald

poem by brigitte felician siebrecht 2014

Jetzt wo Abgrund
In entglaubtem Land
Zur Ganzheit enthüllt
leer verzehrt in Vereinigung
wo das Lebendige
in Sich Zerfallen ist zur Gänze
wie Seele ohne Staub
Glanz ohne Schein
Atem ohne Wald

Wo komme ich an?

ohne mich
wenn ich ankomme
dann Vielleicht im Rest
Der Nichts ist

als Eigentlich ICH

(C) brigitte felician siebrecht 2014