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Sommeraktion Galerie Luzia Sassen

aus der Serie "Where is my Code" von Brigitte Felician Siebrecht

Einige meiner Arbeiten aus der Serie „Where is my Code“
sind Teil der Sommeraktion der Galerie Luzia Sassen.

galerie luzia sassen
Luxemburger Str. 345 | 50939 Koeln
Tel.:+49 (0) 2248 44 53 45
Fax:+49 (0) 2248 44 53 46
luzia.sassen@galerieluziasassen.de

 

Unser Öffnungszeiten:
Mi.-Fr.: 14 bis 19.00 Uhr
Sa.: 10.00 bis 14.00 Uhr
Sekretariat: Mo.-Fr. 8.00 bis 20.00 Uhr
und gerne nach Vereinbarung

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Life is a game -Tape Malerei

A (Serie "Life is a game") von Brigitte Felician Siebrecht

»Wenn Sie im Laufe eines Tages nichts Seltsames bemerkt
haben, war es kein richtiger Tag.«
John Wheeler / Physiker

Serie: Life is a game von Brigitte Felician Siebrecht
Life is a game
LIFE (Serie "Life is a game") von Brigitte Felician Siebrecht
LIFE (Serie "Life is a game")

Es gibt keine Beobachter.

Unsere inneren Erfahrungen werden zu einem Teil dessen, was wir beobachten.

Allein durch das Betrachten werden wir zu einem Teil des Betrachteten

Gregg Braden, Philosoph

IS (Serie "Life is a game") von Brigitte Felician Siebrecht
IS (Serie "Life is a game")

Für das Betrachten gibt es keine Dinge ! Nur Oberflächen.

Das ‚Ding‘ sind wir selbst, denn es existiert nur in unseren Gedanken.

A (Serie "Life is a game") von Brigitte Felician Siebrecht
A (Serie "Life is a game")

Wir sind die Architekten unserer Wirklichkeit.

PLAY()

GAME (Serie "Life is a game") von Brigitte Felician Siebrecht
GAME (Serie "Life is a game")

In dieser aktuellen Serie arbeite ich mit Tapes (Klebebändern)
mittels derer ich zu Beginn des Prozesses die Bildfläche grundlegend gliedere, schaffe ich einen Ankerpunkt, zu welchem ich innerhalb des Prozesses immer wieder zurückkehren kann, um die Stimmigkeit zu überprüfen.

Im weiteren Verlauf arbeite ich mit der geklebten Grundstruktur – mal, indem ich sie aufbaue und vertiefe, mal indem ich sie bewusst auflöse.

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Die Erfassung

Bild "Erfassung 1" von Brigitte Felician Siebrecht

Was
wir erfassen
ist
Nichts

weiter
als
Oberfläche

Alles
andere
ist

Vorstellung

Bild "Erfassung 1" von Brigitte Felician Siebrecht
Erfassung I

Ich denke an den Tag, an dem ich zum ersten mal eine FLÄCHE wahrnahm – einen multi-dimensionalen und dennoch flächigen Bildraum, anstelle einer auf 2 Dimensionen beschränkten Ober-Fläche.

Seither treibt mich der Wunsch an, diesen Bildraum so eindeutig und stimmig zu gestalten, dass er sich für den Betrachter ebenso selbstverständlich erschließt, wie beispielsweise der Anblick eines Stuhls oder eines Tisches – und ich meine tatsächlich den Anblick des Objektes Stuhl oder Tisch, nicht den Anblick des Abbildes des Objektes.

 

PROZESS ist

Die innere Intention >> die gestaltende Bewegung>> Reflexion des Gestalteten>> Abgleich mit der Intention und zugleich fließende Korrektur des Beabsichtigten anhand des Verwirklichten >> erweiternde Verwandlung der Absicht >> und wiederum Eintauchen in das Loslassen innerhalb der physischen Ergreifung >> Mitfließen bis zum nächsten zurücktretenden Auftauchen >> das Gestaltete anerkennen als das Abbild der aktuellen Fähigkeit zur Verwandlung der inneren Intention…

Bild "Erfassung 2" von Brigitte Felician Siebrecht
Erfassung II
Bild "Erfassung 3" von Brigitte Felician Siebrecht
Erfassung 3
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Tape Malerei

Bild "Herzhorizont" von Brigitte Felician Siebrecht
Herzhorizont

Lautmalerei

Tilman Abegg über:

Bilder von Brigitte Felician Siebrecht
in der Galerie Kunstbetrieb

Wenn abstrakte Malerei eine Sprache ist, so sind diese Bilder besonders eloquent.
Sie reden wie ein Wasserfall, wenn man so will.

Vielleicht so:
Die Fläche aus schütterem Weiß flüstert nur und übertönt das blaue Raunen darunter nicht vollständig. Eine schwarze Tropfenspur quengelt kurvenreich von oben nach unten, begleitet von orangefarbenem Säuseln.
Weiter unten wird das Quengeln und Säuseln lauter, um direkt neben dem fröhlich gröhlenden Dunkelblau nicht unterzugehen.

Das Schwarz steigert sich am unteren Bildrand in zornige Raserei und das besänftigende Weiß macht es nur noch wilder.
Ganz unten argumentiert sich das Grau ins Bild und kesselt mit professioneller Gelassenheit den schwarzen Wüterich ein, lässt ihm Raum zum Ausflippen und schützt die andern, zum Beispiel den Blau-Schwarz-Weiß Chor rechts oben, der einen Kanon übt mit fein gestaffelten Stimmen.

Tritt man zwei Schritte zurück, dann gehen die Einzelstimmen unter in größeren harmonisch gebrochenen und rhythmisch strukturierten Farbflächen.

Weitere zwei Schritte zurück, und das Auge nimmt das Bild als stimmigen Gesamtklang wahr, wie einen Ausruf oder einen Akkord.“

 

Tilman Abegg ist Kultur Redakteur für Dortmund…

Bild: Das TAO der Selbstauflösung von Brigitte Felician Siebrecht
Das TAO der Selbstauflösung Akzeptiere alle Widersprüche in dir

Ich denke an den Tag, an dem ich zum ersten mal eine FLÄCHE wahrnahm – einen multi-perspektivischen und dennoch flächigen Bildraum, anstelle einer auf 2 Dimensionen beschränkten Ober-Fläche.

 

Seither treibt mich der Wunsch an, diesen Bildraum so eindeutig und stimmig zu gestalten, dass er sich für den Betrachter ebenso selbstverständlich erschließt, wie beispielsweise der Anblick eines Stuhls oder eines Tisches – und ich meine tatsächlich den Anblick des Objektes Stuhl oder Tisch, nicht den Anblick des Abbildes des Objektes.

 

Bild "Wimpernschlag" von Brigitte Felician Siebrecht
Wimpernschlag

Malerei als EntTäuschung

Während meines Malerei Studiums wurde mir deutlich, dass der künstlerische Prozess zu einer Art Spiegel werden kann, womit ein Dialog zwischen äußerer Gestaltung und innerer Selbst-Gestaltung für mich begann:

Bild: "Irish Lake" von Brigite Felician SIebrecht

Die innere Intention >> die gestaltende Bewegung>> Reflexion des Gestalteten>> Abgleich mit der Intention und zugleich fließende Korrektur des Beabsichtigten anhand des Verwirklichten >> erweiternde Verwandlung der Absicht >> und wiederum Eintauchen in das Loslassen innerhalb der physischen Ergreifung >>  Mitfließen bis zum nächsten zurücktretenden Auftauchen >> das Gestaltete anerkennen als das Abbild der aktuellen Fähigkeit zur Verwandlung der inneren Intention…

In dieser aktuellen Serie arbeite ich mit Tapes (Klebebändern) –
mittels derer ich zu Beginn des Prozesses die Bildfläche grundlegend gliedere, schaffe ich einen Ankerpunkt, zu welchem ich innerhalb des Prozesses immer wieder zurückkehren kann, um die Stimmigkeit zu überprüfen.
Im weiteren Verlauf arbeite ich mit der geklebten Grundstruktur – mal, indem ich sie aufbaue und vertiefe, mal indem ich sie bewusst auflöse.

IrishLake1 - Stufe 1 - Brigite Felician Siebrecht
IrishLake1 - Stufe 2 - Brigite Felician Siebrecht
IrishLake1 - Stufe 3 - Brigite Felician Siebrecht
IrishLake1 - Stufe 4 - Brigite Felician Siebrecht

„Irish Lake“ / Tape Malerei Brigitte Felician Siebrecht

Bild: "Irish Lake" von Brigite Felician SIebrecht

Im malerischen Prozess löse ich mich auf diese Weise spielerisch von einer spontan sich aufdrängenden Bewertung:

gut oder schlecht?

Ich stelle die Bewertungen zur Seite, zugunsten der Frage nach der Funktion innerhalb des Gesamten.
Bedeutung wird erst erkennbar im Zurücktreten, während das Detail nur in der gefühlten, nicht reflektierten physischen Einheit stimmig gestaltet werden kann.

Eine qualitative Modulation entsteht an den jeweiligen Übergängen, in einem kontinuierlichen ineinander Schwingen der ‚Pole‘ zwischen Nähe und Ferne, Funktion und Bedeutung, Ruhe und Bewegung, Einzelnem und Gesamtheit, Struktur und Bedeutsamkeit, Hell und Dunkel, Hingabe und Reflexion usw.

Die Malerei bewegt sich also optimalerweise in einer Art Pendel Bewegung.

 

 

 

 

 

 

Dazu ist ein Artikel von mir in der Zeitschrift Integrale Perspektiven erschienen:

Download Artikel als pdf:

aktuell|Aktuelles Kunst|Ateliernacht|Ausstellung|Generative Art|interactive art|Künstlerdorf Barendorf|Physio.GeNOM|Serien Malerei

Physio.G(e)Nom Ateliernacht Barendorf 2015

Physio:G(e)Nom
Generatives Video Script von Brigitte Felician Siebrecht

Das Programm arbeitet mit einer variablen Anzahl an Personen Fotografien.
Aus diesen Portraits generiert das Programm in regelmäßigen Abständen ein neues Bild, in dem Bestandteile aller zugrundeliegenden Gesichter vorhanden sind.
Dieser Prozess ist Zufall gesteuert.
Jeder Pixel wird dabei einzeln aus dem vorhandenen Pool ausgewählt.
Grundlegend ist die Idee, eine digitale Allegorie erzeugen: Die millionfache Möglichkeit der Bildung unseres individuellen genetischen Codes wird abgebildet durch die millionenfache Anzahl an Pixeln und deren theoretischer Möglichkeit der Neu Konstruktion.
Die theoretischen Möglichkeiten der Varianten werden bestimmt durch die Größe der Ursprungsportraits (Details) sowie durch die Anzahl der beteiligten Personen und gehen ins Millionenfache.

Das Projekt wurde bereits mehrfach in unterschiedlichen Szenarien installiert.
Das heißt eine jeweils spezielle Auswahl oder Gruppe von Menschen wird miteinander verwoben.
Im Allgemeinen ist beobachtbar, dass eine höhere Anzahl vonTeilnehmern ein immer harmonischer werdendes Gesamtbild erzeugt. Teilweise scheint sich sogar ein Wesentliches der Gruppe herauszubilden.
Individuelle Eigenheiten werden reduziert, dafür entsteht eine Art durchschnittliche Schönheit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Während der ATELIER 2015 haben ca 45 Menschen an dem Projekt beteiligt und sind nun Teil der interaktiven Installation.
Hier einige Stills.
Bei Interesse an einzelnen Bildern schreiben Sie mir eine EMAIL

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Die Arbeit wurde 2014 vom Museum of Computer Art / New York gefeatured

Aus der Beschreibung

Contrary to my speculation the new faces were less characteristical but more harmonic.

Still if you watch the animation for a longer time you will believe to recognize individuals, characteristics and personalities even if you don’t know the original persons.

On the other hand if you know the involved persons you will be reminded somehow to each of them in each generated new face althought they’re completely different.

It’s a very strange impression.

I found out that the more faces I mixed together the more arbitrary they seemed to become.

Allegories and Beauty

The main thoughts, I had, starting this projects dealed with questions of genetical coincidence and variety as well as with the social idea of inclusion.

The uncountable number of pixels of the digital portraits are kind of allegorical to me to the millions of genetical informations that lead to our individual appearance and possiblities.

The visualisation began to improve this allegorical meaning: Diversity and inclusion of as many as possible varieties seem to lead to an impression of harmony, balance and beauty.

The impression of beauty especially is created by an impression of harmonical balance and formal evenness.

Immediately apparent characteristics and uneven peculiarities disturb the perception and create the sentiment of non-beauty.

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LAYERS:of:LIFE

exhibit LAYERS:of:LIFE Ulm (c) BrigitteFelicianSiebrecht

LAYERS:of:LIFE artwork

Zunächst 2008 als gemeinsames Projekt „Delphi 2.008“ (Lyrik und Malerei) mit der Frankfurter Autorin Beate von Devivere entstanden. Die Serie wird fortgeführt.
Die Arbeiten entstehen aus einer Kombination von Fotografie, Malerei und Print – die abgebildeten Personen werden zunächst in ihren spezifischen Umgebungen portraitiert.

Zugrunde liegt die Idee einer Visualisierung des sich wandelnden Umgangs mit ehemaligen Gegensätzen und Ambivalenzen, mit absichtlich widersprüchlichen Synthesen in der aktuellen Lebenswelt.

Hightech und Religion – Sind Artificial Intelligences die Engel von morgen, Mode und Mythos – Popkultur ad absurdum: Jeder ist ein Star, jeder ist ein Künstler, Quantenphysik und Pixeluniversum, Virtual Reality und Transzendenz, Trend und Individualität, SocialWeb und Isolation …

Versucht plakative Annäherungen an diese plötzlich erlaubten Scheinsynthesen.
Die Möglichkeit ergibt sich, Verbindungen, Verästelungen, authentisch zur Schau Getragenes zu formulieren.
Das Unsichtbare finden… Rätsel lösen oder aufbauen…

Das Nebeneinander von fotografischen Fragmenten, tatsächlichen malerischen Strukturen (Strukturpasten, Pinselspuren), digitalen Verzerrungen und Pixeleffekten greift auf der formalen Ebene den Konglomerat-Charakter auf.

Im Mittelpunkt steht meist eine (reale) Person, seltener auch Gruppen von Personen. Die ursprüngliche Fotografie wird jedoch nur fragmentarisch verwendet und zu Patterns stilisiert.
Personen, Teile von Orten und zugehörige Objekte werden dekorativer und doch bedeutsamer Teil der Bild-Oberfläche.

Als Gestaltungselemente werden Symbole, Zeichen, Accessoires und Requisiten genutzt. Sie entstammen dem tatsächlichen alltäglichen Leben er Akteure, aber ebenso den Geschichtsbüchern oder dem kollektiven Unbewußten.
[Linienpläne Öffentlicher Verkehrsmittel, Verkehrszeichen, Hinweisschilder und Pictogramme,
Computerplatinen, Handys, iPads, Rucksäcke, Skateboards, T-Shirts, Wandreliefs, Säulen, Griechische Helme, U-Bahnhof Szenarien, Wolkenkratzer, Tempel, mythische Symbol
]

Synthesen scheinen plötzlich selbstverständlich, bilden innere Konjunktionen aufgrund der sie verbindenden authentisch gedachten Privat-Ideologien.
Gesamtsituation / Kollektiv, das grundlegend Menschliche / Ausdruck des Einzelnen, die Vermassung wird Individualsport.
Malerisch „dekorative“ Gestaltungselemente transzendieren augenblicklich das rein DEKORATIVE. Sie sind Aussagen, quasi Projektionsflächen innerer Welten und Ebenen der Protagonisten.

"Skating selbdritt" aus der Serie "Layers:of:Life" von Brigitte Felician Siebrecht
"Skating selbdritt" aus der Serie "Layers:of:Life" von Brigitte Felician Siebrecht

delphi – frankfurt
der jugendliche wagenlenker
die anmutigen kämpfer
sind mitten unter uns
sie lösen die gleiche fahrkarte
sitzen neben uns
in den u-bahnen der metropolen
lenken ihre unsichtbaren wagen
auf dem weg ins freie
siegesgewiss und geschmeidig
halten sie die zügel in der hand
noch immer lädt der parnass sie ein
und sie träumen von dem gipfel
ihr wunderbares in falten gelegtes gewand
eine verschlissene jeans ihre gaben
tragen sie in haltbaren rucksäcken
mit der aufschrift vision
sie schmieden ihre pläne mit einem lächeln
auf ihrem leicht geöffneten mund
schauen sie in ihre zukunft
so anmutig
© Beate von Devivere,
1. Preis Lyrik, deutschsprachiger Literaturwettbewerb
Künstlergilde 2007

serpent.palm (c) BrigitteFelicianSiebrecht
serpent.palm (c) BrigitteFelicianSiebrecht

wörterwelt
palast zelt brunnen garten limone zelt
und ich höre den brunnen
im garten des kalifen von isfahan
ich sehe azurblau umgeben von gold
orangen im lichtgrünen hain
vor den ockerfarbenen hügeln der nahen wüste
ich fühle die weiche wolle
des teppichs im dunklen zelt des pashtun
in der ebene vor den gipfeln des hindukush
ich schmecke den frischen nektar
der limonen im glas
das der junge mit den dunkel
glänzenden augen stehend vor dem schoß seiner mutter
im purpurfarbenen nomadengewand
mir reicht während eine
stimme vom hauptbahnhof spricht
bin ich längst ausgestiegen
unterwegs
in meiner wunderbaren wörterwelt
© Beate von Devivere

Das Ende ist nahr (c) BrigitteFelicianSiebrecht
Das Ende ist nahr [100 x 150 cm]

unsere götter
kommen unsere götter
zurück in das köstliche chaos der
wunderbar erleuchteten metropolen
gaia geliebte
der immergrünen stechpalmenwälder
gekürt zur schönsten auf allen kontinenten
gürtet in beverley hills
ihr vielfarbiges celluloidband
tanzt ab auf dem glänzenden patenteparkett
mit tartaros berauschender traumpartner
junger gründer mit zukunftsoptionen
auf die entschlüsselung ihrer astralkörper
unterwegs ohne zeit und raum
auf der suche nach seiner madonna –
seiner erotik erlegen
verkündet sie mit versunkenem blick
auf ihr schwarzblaues gewand
mit zwölf strasssteinen
die endlich gelungene geburt
des von ihr selbst gezeugten
uranos der himmel und sie
steigen ineinander verzückt
in seinen irdischen wagen
die müde metropole grüsst der berühmte
von menschenhand geformte morgenstern
stillen schnell ihren lebenshunger
am nächsten drive-in
verbinden sie sich
und sind noch stolz
auf ihre kinder die titanen
frisch verliebte in ihrem lebenslabor
schauen sie mit freude auf
ihre schöpfungen die chimären
verlangen nimmersatt nach nichts
anderem nur noch mehr
verschlingen sie schließlich
ihre kinder
unsere götter
© Beate von Devivere

spiel zwischen den welten (c) BrigitteFelicianSiebrecht
spiel zwischen den welten (c) BrigitteFelicianSiebrecht
the screen and me (c) BrigitteFelicianSiebrecht
the screen and me (c) BrigitteFelicianSiebrecht
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Seems like trees

Fotografie | Malerei

Die OberFläche ist das zentrale Thema in den Arbeiten der Künstlerin. Mittels ihrer speziellen Mischtechnik schafft sie in der Serie „seems like trees“ aus fotografischen Andeutungen, digitalen Rastern und Fragmenten und einer beinahe impressionistisch anmutenden Malerei „Räume aus Wald“. Vielschichtige, teils durchsichtige Ebenen, ein nicht greifbares Spiel aus Licht und Dunkel verbinden sich mit kurzfristigen realistischen Sequenzen zu einem Einblick in einen beinahe mystischen, fremden und doch irgendwie bekannten Ort.

Die Arbeiten der Serie scheinen Hybridwesen zu sein – irgendwo zwischen Fotografie und Malerei. Aus der Nähe betrachtet zerfallen sie hier und da zu reiner Oberfläche aus abstrakten Punkten, Strukturen und Linien.
„Die Beweglichkeit der eigenen Wahrnehmung – vor der Festlegung auf die Vorstellung des endgültigen Bildes“, stellt für die Künstlerin ein faszinierendes Moment ihrer künstlerischen Arbeit dar.

 

Ausstellungstext Galerie Atta worldwide Weimar 2010

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Gesicht.et 2001 – 2012

Serie a-/d- painting
Fotografie, Print, Malerei, Zeichnung, Digitale Komposition

a-/d- painting
= mixed-media Stilistik, in der Fotografie, Digital Imaging und traditionelle Malerei kombiniert werden
= mixed-media style, that combines he means of photography, digital imaging and traditional painting in various ways

…gesehen irgendwo im | am | hinter dem Angesicht – das Innere in die Gestaltung gekehrt – wird zu dem, was gesichtet werden kann…
keine Portraits- keine bestimmten Personen –
Gesichter, die es geben könnte, weil sie abgebildet sind.

Gesichter, die es gibt, weil sie als solche erkannt werden…
Abbild nahe Vision:
… beim Anschauen erst fertig gestellt, in dem wir sehen, was wir kennen oder: sehen, was wir sehen möchten.
Das Persönliche wird Allgemein und wieder individuell.
Gesichter, die man nicht kennen muss, um sie zu erkennen.